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Jahresmittelwerte
Basierend auf den Ergebnissen der chemischen Analyse der Niederschlagsproben und den gemessenen Niederschlagsmengen, wurden die Elfjahresmittelwerte der Ionenkonzentrationen im Niederschlagswasser, sowie die Elfjahresmittelwerte der Massenflüsse der untersuchten Komponenten berechnet. Ab Tab. Da lokale Emissionen eine geringe Relevanz für die Ionenkonzentrationen im Niederschlagswasser haben, sind die Untersuchungsergebnisse einer Meßstelle für ein größeres Gebiet repräsentativ. Bei der räumlichen Verteilung der Ionenkonzentrationen sind ein West-Ost- und ein Nord-Süd-Gradient zu bemerken. Die Ionenkonzentrationen im Niederschlagswasser sind im Westen Österreichs geringer als in den östlichen Bundesländern und im Süden geringer als an den nördlichen Stationen. Ein weiterer Unterschied besteht zwischen den Stationen im inneralpinen Raum und den Stationen nördlich, östlich und südlich der Alpen. In inneralpinen Gebieten sind die Ionenkonzentrationen geringer als im Alpenvorland . Das Gebiet der Hohen Tauern mit den Stationen Sonnblick und Kolm Saigurn gehört zu diesem inneralpinen Typus. Die Konzentrationen an der Station Werfenweng sind deutlich geringer als an der Station Nußdorf am Haunsberg im Alpenvorland. Am Haunsberg werden die höchsten Ionenkonzentrationen der salzburger Stationen gemessen. Die Gradienten wurden schon bei Puxbaum et al. (1991) für die Stationen Reutte, Kufstein und Haunsberg mit Daten aus den Jahren 1987/88 und 1988/89 aufgezeigt. Sie konnten mit den Daten der WADOS-Stationen des gesamten österreichischen Meßnetzes zusammen mit den Daten angrenzender benachbarter Meßstationen in Deutschland, Italien und Kroatien in zwei Überblicksarbeiten für die Jahre 1991 und 1992 (Kalina und Puxbaum, 1994 und 1995) belegt und hier in den Elfjahresmittelwerten wiederum bestätigt werden.
Die nasse Deposition wird von der Ionenkonzentration im Niederschlag und der gefallenen Wassermenge bestimmt. Hohe Einträge können daher sowohl von hohen Konzentrationen als auch von ergiebigen Niederschlägen verursacht werden. Abgesehen von den Konzentrationsgradienten weist auch die Menge des gefallenen Niederschlages erhebliche regionale Unterschiede auf. An den betrachteten Stationen variierte die mittlere Jahresniederschlagsmenge (NS in Tab. Durch nasse Deposition wurden an den salzburger Meßstellen im Untersuchungszeitraum im Schnitt 3-9 kg Schwefel, 5-15 kg Gesamtstickstoff, 3-13 kg Kalzium und 2-18 kg Chlorid pro ha eingetragen. Die höchsten Einträge wurden dabei von den Ionen Kalzium und Chlorid ausgemacht, die damit als durchaus relevant für luftchemische Betrachtungen eingestuft werden müssen. Die Quelle für dieses gemeinsame Auftreten von Kalzium und Chlorid ist bis jetzt noch nicht geklärt, zumal die Stationsbetreuer lokale Kontaminationen ausschließen (Kalina et.al., 1995). Die Übersichtskarten auf den nächsten Seiten geben die lokale Verteilung der wichtigsten Schadstoffe anhand der verfügbaren Meßstationen wieder (siehe auch Kalina et.al. 1995).
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